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Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter   
Sonntag, den 02. Dezember 2012 um 11:23 Uhr

Berlin – Die Vereinten Nationen haben für den diesjährigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) das Motto "Barrieren beseitigen, um eine inklusive und zugängliche Gesellschaft für alle zu schaffen" ausgerufen.

Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, erklärt dazu: "Menschen mit Behinderungen kämpfen täglich nicht nur mit physischen Barrieren in ihrer Umwelt, sondern auch mit Barrieren in den Köpfen ihrer Mit­menschen. Die deutsche Entwicklungspolitik tritt ein für eine barrierefreie Welt und 'barrierefreie Köpfe'. Mit unserer inklusiven Entwicklungspolitik setzen wir Impulse, damit Menschen mit Behinderungen in unseren Kooperationsländern ihre Rechte stärker einfordern können."
Weltweit haben eine Milliarde Menschen eine Behinderung. Das entspricht etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung. Der Großteil davon lebt in Entwicklungsländern. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat zu diesem Zweck einen eigenen Aktionsplan zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit erstellt, der Anfang nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Uwe Kekeritz von Bündnis90/Die Grünen erklärte uns: "2007 hatte sich Deutschland verpflichtet, die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen umzusetzen. Auf den Aktionsplan, um Menschen mit Behinderung auch in der Entwicklungszusammenarbeit gerecht zu werden, warten wir noch immer. Das Thema muss endlich im Handlungsfeld des BMZ fest verankert werden. Strategien zur Armutsbekämpfung dürfen Menschen mit Behinderung nicht weiter außer Acht lassen.

Weiter sagt Kekeritz; "In den Entwicklungsländern haben nur etwa 1-2 Prozent der Menschen mit Behinderung Zugang zu medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen oder zu Bildung. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Wir müssen Inklusion global denken und Ansätze finden, um diesen Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Denn: Armut und Behinderung bedingen sich gegenseitig. Häufig sind Menschen mit Behinderungen vom sozialen Leben ausgeschlossen, Familien mit behinderten Kindern können die Mehrkosten nicht aufbringen und stürzen ebenso in Armut. Oft ist Behinderung auch eine tragische Folge von Krieg und leider ist die Gefahr nicht immer mit dem Krieg vorbei: über 100 Millionen Minen lauern als tödliche Gefahr in der Erde und werden in den nächsten Jahrzehnten Menschen verkrüppeln. Hier gibt es noch einiges an Präventionsarbeit zu leisten".

"Für die globale, soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung wollen wir uns international in Gremien der EU und den Vereinten Nationen einsetzen. Daher fordere wir die Bundesregierung auf, auch bei der Formulierung der Post Millennium Entwicklungszielen, sich für die Belange von Menschen mit Behinderung stark zu machen", so Uwe Kekeritz, Bündnis90/Die Grünen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. Dezember 2012 um 18:09 Uhr
 
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