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Wohnunsgsdurchsuchungen bei Journalisten Teil 2 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pethens   
Freitag, den 08. Februar 2013 um 16:47 Uhr

Zu den Äußerungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit den erfolgten Durchsuchungen bei Pressefotografen, erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik: "Die neuerlichen Äußerungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft offenbaren eine inakzeptable Amtsanmaßung. Offenbar entscheidet die Staatsanwaltschaft Pi mal Daumen, wer als Journalist arbeitet und wer nicht, anstatt dies ernsthaft zu prüfen. Damit aber nicht genug: eine Betätigung ,,in der linken Szene" war für die Staatsanwaltschaft anscheinend Anlass genug, den letzten Zweifel über ihr Vorgehen verblassen zu lassen.  Die Vorgänge rund um die Durchsuchung müssen lückenlos und transparent aufgeklärt werden", so Tabea Rößner. 

Journalisten sind für die Institution einer freien Presse und öffentlichen Meinungsfreiheit unabdingbar. Ihnen wird daher eine besondere Stellung zuerkannt, die ihre Berufsausübung gewährleisten soll. Eingriffe in diesen Informanten - und Redaktionsschutz sind nur in wenigen Ausnahmen erlaubt, wie etwa bei der Verfolgung eines Verbrechens. Die gefährliche Körperverletzung, wegen der die Ermittlungsbehörden hier vorgehen, erlaubte ihnen diese Aktion jedenfalls nicht. Auch das Argument, es handele sich hierbei womöglich gar nicht um professionelle Journalisten, zieht nicht: Abgesehen davon, dass der Berufsstand des Journalisten nicht geschützt ist, hätte eine einfache Websuche gereicht um zu erkennen, dass es sich bei den Betroffenen um zumeist rege tätige Pressefotografen handelte.

Im Übrigen ist es nicht an den Behörden zu entscheiden, wer warum als Journalist gilt und damit einen neuen Maßstab des Presseschutzes einzuführen. Die Gesetzeslage ist eindeutig: ausreichend ist bereits, wenn jemand in der Absicht handelt, die journalistische Tätigkeit nicht nur einmalig , sondern zu einer dauernden, wenigstens wiederkehrenden Beschäftigung zu machen. Die fragwürdigen Aussagen sollten genug Anlass geben, das Vorgehen gründlich aufzuklären. Das wäre vor allem im Hinblick auf die sich häufenden Eingriffe in die Pressefreiheit das einzig richtige Signal.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Februar 2013 um 01:42 Uhr
 
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