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Opfer aus Heimen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: JoKr   
Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 13:07 Uhr

Opfer aus Heimen der Behindertenhilfe erhalten ab 2017 Hilfen

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ beschlossen. Ab Anfang 2017 sollen die von Bund, Ländern und Kirchen zugesicherten Hilfen an die ehemaligen Opfer von Gewalt und Missbrauch in früheren Heimen der Behindertenhilfe ausgezahlt werden.

Dazu erklärt der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer: "Die Stiftung 'Anerkennung und Hilfe‘ ist aktuell im Aufbau und soll Anfang 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Für die betroffenen Menschen, die seit Jahren für Entschädigung und vor allem Anerkennung ihres Unrechts kämpfen, ist das eine gute Nachricht. Sie erhalten ab kommendem Jahr eine Geldpauschale in Höhe von 9.000 Euro sowie Rentenersatzleistungen von 3.000 Euro bzw. 5.000 Euro für die Arbeitsleistungen während ihrer Zeit in den Einrichtungen.

 

Damit die Betroffenen ihre Anträge so einfach wie möglich stellen können, werden regionale Beratungsstellen aufgebaut. Für die Union ist wichtig, dass diese barrierefrei arbeiten. Angebote in Leichter Sprache müssen selbstverständlich sein. Zudem müssen die Anlaufstellen öffentlichkeitswirksam bekannt gemacht werden, damit alle Betroffenen zügig an die Hilfeleistungen kommen, die ihnen seit Jahren zustehen."

 

Hintergrund:
Im Jahr 2012 wurden die Fonds "Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975" und "Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990" von Bund, Ländern und Kirchen errichtet. Schon damals war bekannt, dass es in Heimen der Behindertenhilfe und stationären Psychiatrien ebenfalls zu Missbrauch und Gewalthandlungen kam, doch der Personenkreis wurde damals nicht in die Fonds "Heimerziehung" einbezogen. Der Deutsche Bundestag hat mit fraktionsübergreifendem Beschluss vom 7. Juli 2011 die Bundesregierung aufgefordert, in Abstimmung mit den Bundesländern sowie den Kirchen auch für diese Menschen Hilfen auf den Weg zu bringen. Nach langen Verhandlungen haben sich Bund, Länder und Kirchen 2016 verständigt und die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" beschlossen, um den Opfern aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrien die entsprechenden Hilfen zukommen zu lassen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. März 2017 um 12:16 Uhr
 
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